NaWi wär's? - Naturwissenschaftliche Tage in Jahrgang 11

Ägyptische Stachelmäuse halten zusammen, wenn es um die Regulierung ihres Wärmehaushaltes geht ...

Kooperation war auch bei den Naturwissenschaftlichen Tagen gefordert, in der die SchülerInnen des 11. Jahrgangs in Mathematik, Informatik und einer gewählten Naturwissenschaft ihre Kompetenzen aus der Sekundarstufe I auffrischen und vertiefen konnten. Ein vielfältiges Aufgabenangebot mit Experimenten stand den Lerngruppen zur Verfügung.

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In einer Vorlesung vermittelte Frau Kath von der Uni Potsdam den SchülerInnen die Bestimmung des ökologischen Fußabdrucks und machte dabei das komplexe Zusammenwirken aller Naturwissenschaften eindrucksvoll deutlich.
Besonders gut gefallen hat den SchülerInnen das Exkursieren in unterschiedliche wissenschaftliche Einrichtungen wie das Spektrum Berlin, das MPI in Potsdam-Golm, das Naturkundemuseum und die Biosphäre Potsdam.

Übrigens: Wozu die Stachelmäuse ihre namensgebenden Stachelhaare haben, weiß man noch nicht genau. Es gibt also noch viel Neues zu erkunden in den Naturwissenschaften.

Bianca Tosch (Jahrgangsleiterin 11)

London 2018 - Berichte von der Fahrt des 9. Jahrgangs

Eine Auswahl aus den Berichten der Klassen 9 A-L ... Die vollständigen Berichte finden Sie hier: 9A, 9B, 9C, 9D, 9E, 9L.

... Zwei Stunden später kamen wir endlich am gewünschten Treffpunkt an. Schon von Weitem sahen wir die vielen Familien auf uns warten. Jeder rätselte, welche Familie seine sein könnte und wartete gespannt darauf, dass sein Name gerufen wurde. Der Bus leerte sich und nachdem alles verstaut war, ging es in unser neues "Zuhause". Langsam neigte sich der aufregende Tag dem Ende zu ... (Sarah, Klasse 9D)

... In jeder Gastfamilie waren zwei bis vier Schüler untergebracht, die mit Verpflegung, Betten und einer Dusche versorgt wurden. Insgesamt sind wir uns alle einig, dass alle Familien freundlich und nett waren, manche mehr, andere weniger. Die mit den Gastfamilien verbundenen Umstände sind umstritten. In unserer Gastfamilie leben z.B. zwei kleine Zwillingsmädchen im Alter von zehn und zwölf Monaten, zwei Katzen und vier Hunde. Der kleinste Hund pullerte regelmäßig auf den Wohnzimmerteppich, wo einer von uns auch regelmäßig hineintrat. Es gab jeden Tag gutes, aber leider nicht frisch gekochtes Essen. Die Betten zweier Schülerinnen waren in der Mitte einmal durchgebrochen und verursachten tagsüber leichte Rückenbeschwerden. Andere Schüler wurden mit vermutlich nicht frisch bezogener Bettwäsche empfangen. Dennoch war es eine tolle Erfahrung, die jeder Mal gemacht haben sollte ... (Klasse 9C)

... Als wir dann der Familie "überreicht" wurden, haben wir erstmals Londoner Häuser von innen gesehen. Auch wenn das Essen nicht dem deutschen Standard entsprach, war es für vier Tage mehr als genießbar. So gab es zum Beispiel Pizza und Chips ... (Glenn & Max, Klasse 9A)

... Das Highlight unserer Fahrt war aber definitiv unser Ausflug nach Beachy Head, an die Landspitze der englischen Südküste, auch "Seven Sisters" genannt. Zwar fuhren wir knappe dreieinhalb Stunden, doch der wunderschöne Ausblick auf den Ozean war es wert. Nach einer kurzen Wanderung erklommen wir eine der Klippen, und es entstanden ein paar wunderschöne Fotos. Doch damit war der Tag noch nicht vorbei. Mit dem Bus fuhren wir weiter zum beliebten Urlaubsort Brighton, wo jeder sich allein die Stadt angucken konnte. Egal ob auf dem Brighton Pier, am Strand, in den verwinkelten Gassen oder beim Public Viewing die WM verfolgend, jeder hatte viel Spaß bei der Erkundung, sodass wir alle die Fahrt antreten konnten, um den letzten Abend in unseren Gastfamilien zu verbringen ... (Klasse 9L)

... Donnerstag war wohl der Tag, auf den wir uns alle im Voraus schon am meisten gefreut hatten: Es gab Zeit für Shopping, aber auch Zeit zum Entdecken von Londoner Vierteln, Sehenswürdigkeiten und auch Museen. Das wohl spannendste daran war die Fahrt mit der Underground oder aber auch der Weg zu Fuß. Wir alle waren auf uns alleine gestellt, nur ein Stadtplan wurde uns noch mitgegeben – und los ging es. Ob Oxford Street, China Town oder Tower of London: an diesem Tag war für jeden etwas dabei. Um 17:30 Uhr haben wir uns dann alle am London Eye getroffen. Dann sind wir eine Runde darin gefahren. Die Aussicht war "der Hammer", und auch hier wurden fleißig Fotos geschossen ... (Klasse 9B)

... Am Donnerstag war unser freier Tag. Ich bin durch den Hyde Park gelaufen, zu dem Chips Restaurant HIPCHIPS gegangen und an der Themse entlang gebummelt. Ich war am Leicester Square und am Trafalgar Square. Abends sind wir mit dem London Eye gefahren. Unsere Lehrerin schaffte es, eine Gondel allein für unsere kleine Klasse zu ergattern ... (Falk, Klasse 9E)

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... Auf diesen Tag hatten wir uns schon lange gefreut, denn wir durften machen, was wir wollten. Beliebte Ziele waren Buckingham Palace, Oxford Street, Hyde Park, Trafalgar Square und Westminster Abbey. Zum Abschied fuhren wir mit dem London Eye, um die herrliche Aussicht zu genießen. Dann war es auch schon wieder Zeit, nach Hause zu fahren. Wir kamen totmüde, jedoch glücklich dort an, und im Allgemeinen kann man nur sagen, dass die Klassenfahrt ein unvergessliches Erlebnis war ... (Sarah, Klasse 9D)

... Insgesamt war die Klassenfahrt wunderschön und es war sehr schade, dass sie so schnell vorbei war. Die Rückfahrt war okay, aber etwas anstrengender als die Hinfahrt. Ich würde jederzeit wieder nach London reisen ... (Falk, Klasse 9E)

... Alles in allem haben wir unsere Klassenfahrt wirklich genossen, und es war mit Abstand die schönste Reise, die wir als Klasse unternommen haben, nur waren die Busfahrten sehr anstrengend und nervenaufreibend, da wir täglich bis zu sechs Stunden im Bus saßen und uns gerne noch mehr von London angesehen hätten, doch wir sind uns alle einig, dass wir uns noch sehr lange an diese Fahrt erinnern werden ... (Klasse 9L)

Ein Jahr in Deutschland, das alles verändert hat

Eine Gastschülerin aus der Slowakei, die im Schuljahr 2017/2018 die 11. Jahrgangsstufe der Voltaireschule besuchte, berichtet

Meine Entscheidung, einen Austausch zu machen, war ziemlich spontan. An einem Tag hatte ich davon gehört, und eine Woche später habe ich schon mit meiner Organisation alle nötigen Dokumente besprochen … Ich hatte eigentlich nicht so viel Zeit darüber nachzudenken, warum ich das machen will und was ich davon erwarte. In meiner Vorstellung sprach ich nach diesem Jahr perfekt Deutsch und lernte eine neue Kultur kennen. Erst jetzt, eine Woche, bevor mein ganzes Abenteuer zum Ende geht, stelle ich fest, wie viel mehr hat dieses Jahr verändert …

Ich liebe meine Familie, und wir sind alle sehr eng zusammen, aber obwohl ich immer dachte, wie reif und selbständig ich war, musste ich hier schon nach ersten Wochen erfahren, wie viel sie für mich gemacht hat. Plötzlich wurde von mir erwartet, alles allein zu erledigen und für jede meiner Entscheidungen die Verantwortung zu übernehmen. Ich träumte, wie jeder Teenager, von dem Moment, wenn mir endlich niemand sagen wird, was ich machen soll … und hier war er, viel schwieriger als in meinen Träumen. Aber dank meiner tollen Gastfamilie, die eher meine Freunde waren, die mich von der Schule entschuldigen durften, und meiner zweiten Familie von anderen Austauschschülern, habe ich mich daran schnell gewöhnt.

In der Schule war es auch alles ganz neu für mich. Als ich gehört habe, dass der Unterricht hier 90 Minuten lang dauert, wollte ich sofort zurück. Alle meine Ängste, in denen Mathe länger als 45 Minuten dauern sollte, wurden zur Realität.

Nach einer Woche habe ich mich aber auch daran gewöhnt und finde es sogar viel besser. Den Unterricht kann man mit unserem nicht vergleichen. Als ich mit meinen Freunden telefoniert habe, habe ich fast geweint, dass ich die ganze Zeit nur Analysen schreiben muss – und die Lehrer interessiert es nicht, wenn ich auswendig irgendwelche Definitionen kenne. In diesem Fall wurde mir aber wieder nach einer Weile klar, dass ich dadurch mehr verstehe und zu Hause nicht viel machen muss, weil man sich in 90 Minuten echt viel merken kann.

Eine weitere meiner Sorgen – Freundschaft mit Deutschen betreffend – erledigte sich schnell. Es gibt viele Stereotype über die Deutsche, und eins der berühmtesten ist, dass die Deutschen kalt sind. Jeder hat mich vor meiner Abreise gewarnt, dass sie mich vielleicht nicht so richtig annehmen oder Abstand von mir halten werden. Alles Quatsch! Ich kann gar nicht sagen, wie viele nette und herzliche Freunde ich hier unter meinen Mitschülern, oder auch außerhalb der Schule, kennen gelernt habe. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass unsere Freundschaften nicht nach meiner Rückkehr verschwinden. Mir wurde bewusst, wie blöd diese Trennungen und Unterschiede zwischen einzelnen Nationen sind. Mit anderen Austauschülern und Deutschen habe ich mich besser verstanden als mit manchen in der Slowakei …, weil die Persönlichkeit nicht von der Nation abhängt, sondern von dem Menschen selbst. Die Vielfalt an Religionen, Nationen und Sprachen hier ist das beste Beispiel dafür, wie Leute zusammen leben können und gemeinsame Interessen finden, trotz ihrer Unterschiedlichkeit.

In den letzten Wochen wurde ich oftmals gefragt, ob ich mich auf zuhause freue. Natürlich freue ich mich. Vor allem auf meine Familie und Freunde; aber die Freiheit, die ich hier habe und all die unglaublichen Leute werde ich nur schwer loslassen können. Ich habe viel mehr als nur eine Sprache gelernt. Ich habe über mich selbst so viel erfahren, und gleichzeitig wurde mir gezeigt, dass man auch anders leben kann, als ich das immer gekannt habe. Und darum geht es beim Reisen: neue Möglichkeiten zu entdecken.

Ich wollte eigentlich keine rührseligen Abschiedszeilen schreiben, weil ich denke, oder wenigstens will ich daran glauben, dass wir uns mal wiedersehen. Trotzdem würde ich mich gern bei allen herzlich bedanken. Ihr habt mich alle angenommen und habt mein Jahr unvergesslich gemacht. Die Erinnerungen, die ich mit nach Hause nehme, sind unbezahlbar. Danke für alles!

Jetzt seid ihr dran, ich erwarte euch in der Slowakei!
Michaela Nemečková

5L - Klassenfahrt nach Nordhausen 2018

Wir waren alle gespannt,
Als wir standen am Straßenrand.
Da kam der Bus geschwind daher,
Wir freuten uns immer mehr.
Wir fuhren in den Harz nach Nordhausen
Und machten zwischendurch Pausen.
Die Betreuer der Rothleimmühle begrüßten uns mit offenen Armen,
Als wir mit unseren Koffern kamen.
Wir gingen in unsere Zimmer
Und freuten uns noch immer.
Uns war langweilig an keinem Tag,
Wir machten Aktivitäten, die jeder mag.

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Ob Schwimmen, Bergwerk oder Radio,
Sie machten uns alle froh.
Wir lernten andere Kinder kennen
Und auch ihre Klassenlehrerinnen.
Am Freitag war Check-out
Und wir waren nicht mehr so gut drauf.
Unsere Eltern warteten am Straßenrand,
Als wir fröhlich kamen auf sie zugerannt.
Unsere Klassenfahrt war toll.
Wir fanden sie alle wundervoll!

Martin Kr., Vanda Th., Lotta G., Clara K. & Paula St. (Klasse 5L)