Stadtskizzen Ausstellungseröffnung im Potsdam Museum

Kurz vor den Sommerferien begaben wir uns – ein Grundkurs und ein Leistungskurs der zu dieser Zeit 12. Jahrgangsstufe – auf Entdeckungstour. Wir hielten zeichnerisch architektonische Besonderheiten Potsdams fest: Gebäude, die jahrzehntelang das Stadtbild prägten und prägen, aber nicht unbedingt zu den touristischen Attraktionen zählen.

Stadtskizzen Wir bekamen Hintergrundinformationen zur Geschichte der Bauwerke, erfuhren viel über Architektur und Stadtentwicklung, diskutierten über die Abrissprojekte. Die Fachhochschule und die alte Schwimmhalle existieren nur noch auf unseren Kohlezeichnungen.

Nun wurde am Dienstag, den 19.02.2019, die Ausstellung zu unserem schulübergreifenden Projekt im Potsdam Museum eröffnet. Die Vernissage traf auf ein sehr interessiertes Publikum. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Musikern unserer Schule untermalt. Unser Förderverein übernahm das Catering. Vielen Dank an alle, die unser Projekt begleitet und unterstützt haben.
Besonderer Dank gilt Frau Hajek, die das Projekt vorbereitete und künstlerisch begleitete.

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Wir laden Euch alle ein, die Ausstellung zu besuchen. Das ist bis Anfang Juni 2019 möglich.

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…und welcher Künstler hat seine Werke in unserem Alter schon in einem Museum ausgestellt?

Käthe Joestel, FB Kunst (Text und Fotos)

Regionalfinale der 24. Landesolympiade junger Biologen

Am 20.02.2019 fand das Regionalfinale der 24. Landesolympiade junger Biologen am Weinberg-Gymnasium in Kleinmachnow statt. Bereits in der ersten Runde haben sich Maxi (Klasse 8), Yasmin (Klasse 9) und Lena (Klasse 10) mit besonderer Leistung gegen ihre MitschülerInnen durchgesetzt und sich für das Regionalfinale qualifiziert.

BO01Neben einem Theorieteil, der die Köpfe der drei zum Qualmen gebracht hat, konnten sie im 90-minütigen Praxisteil ihr Können beim Experimentieren unter Beweis stellen. Ein Modellversuch mit heißen Kartoffeln zu den Klimaregeln (8. Klasse) und die Plasmolyse bei Zwiebelzellen (Klassenstufe 9/10) erforderten Wissen über den Unterrichtinhalt hinaus.

Unter 70 Teilnehmern und Teilnehmerinnen hat Maxi den 7. Platz in seiner Jahrgangsstufe belegt. Lena und Yasmin haben jeweils einen hervorragenden 4. Platz erreicht und mit nur einem bzw. zwei Punkten Abstand haarscharf die Qualifikation für das Landesfinale in Frankfurt/Oder verpasst.
Wir BiologielehrerInnen sind sehr stolz auf unsere Voltaire-Biospezies.

Sarah Moschek, FB Biologie (Text und Foto)

Projektwoche zur Berufs- und Studienorientierung im Jahrgang 10

"Generation Z", geprägt durch den Klimawandel, die Smartphones und den ständigen Wandel der Zeit. Nicht selten erfährt man da Belehrung, lernt die richtigen Schutzmaßnahmen gegen Gefahren, muss sich an die eigene Nase fassen und bemerkt, welche Risiken und Nebenwirkungen schon die Gegenwart birgt.

Umso motivierender war es also, diesen Wandel zwischen Gegenwart und Zukunft ganz bewusst als Chance zu verstehen; und genau das war vom 24.01. bis 31.01.2019 auch die Aufgabe von uns, über 100 Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs der Voltaireschule Potsdam.

BS01In Zusammenarbeit mit der IHK Potsdam haben wir in klassenübergreifenden Gruppen, denen jeweils ein regionales Partnerunternehmen zugeordnet war, auf die abschließende Ergebnispräsentation hingearbeitet.

An den ersten drei Tagen stand dabei vor allem der Input im Mittelpunkt. So wurden wir kreativ aktiviert, haben gelernt, Sketchnotes richtig einzusetzen, haben uns mit Startups (wir haben pitchen gelernt), Zukunftsvisionen und deren Auswirkungen, sowie einem Beruf unseres Unternehmens beschäftigt.

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Am Montag, dann in der Schule, stand das Studium als Oberthema im Mittelpunkt.

Gemeinsam mit einem Studienberater und einer Lehramtstudentin der Universität Potsdam haben wir z.B. erfahren, wie die Studienplatzvergabe funktioniert, welche Finanzierungsmöglichkeiten es für Studenten gibt und was beim Führen eines Interviews hilfreich sein kann (da wir ein solches in den nächsten Tagen durchführen sollten).
Dienstag und Mittwoch besuchte dann jede Gruppe ihr Unternehmen.

Das waren u.a. die Stadtwerke, die AOK Nordost, das Mövenpick Restaurant, das Klinikum Ernst von Bergmann, die Miethke GmbH & Co. KG, Bär und Ollenroth.

Die Abläufe waren von Unternehmen zu Unternehmen etwas unterschiedlich. Alle aber hatten das gleiche Ziel: ein geeignetes Zukunftskonzept zu einem dem Unternehmen entsprechenden Beruf zu entwickeln. In diesen zwei Tagen voller selbstständiger Arbeit galt es also, die knappe Zeit effektiv zu nutzen, Aufgaben geschickt zu verteilen, Arbeitsschritte sorgfältig zu planen und umzusetzen, und dabei nie den Fokus zu verlieren.

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Die Arbeit hatte sich gelohnt; das zeigte sich vor allem am Donnerstag, als sich viele gespannte und vor allem aufgeregte SchülerInnen, LehrerInnen sowie einige Eltern, Organisatoren, Mitarbeiter/Chefs aus den Unternehmen und auch die Jury im Havelsaal der IHK Potsdam zusammenfanden.

Präsentiert wurden diverse beeindruckende Zukunftsvisionen wie: die Drohnen-Kartografie, der Logo(pädie)bot, die digital nurse, ein VR-Immobilienmakler und vieles mehr.
Für die Jury war es daher nicht leicht, die Gewinner zu ermitteln. Die Plätze 1-3 belegten:

BS07BS081. Platz: Gruppe Stadtwerke
2. Platz: Gruppe LGB
3. Platz: Gruppe IWK
Zum Schluss möchte ich nicht vergessen, ein ganz herzliches Dankeschön an die IHK, Frau Schilling und Frau Lück, die Unternehmen, die Jury, den Techniker, die Input-Akteure sowie an alle Weiteren zu richten, die diese eindrucksreiche und vielfältige Projektwoche ermöglicht haben!

Kilian B., Klasse 10B (Fotos 1-7: Angelika Lück; Fotos 8-9: Lukas Braun, IHK Potsdam)

Politik (er)leben ein Tag im politischen Berlin

Im Rahmen unserer Projektwoche im Jahrgang 12 besuchten wir mit unseren LehrerInnen Frau Dannenberg, Herrn Haffner und Herrn Miska verschiedene politische Institutionen in Berlin und den Brandenburger Landtag in Potsdam, um deren Arbeitsweise und wichtige Personen kennen zu lernen.

Montag, 28. Januar

Am Montag besuchten wir zunächst die Bundespressekonferenz, eine unabhängige Organisation von Journalisten, die PolitikerInnen zu Pressekonferenzen einladen. Wir haben Dr. Gregor Mayntz, den Vorsitzenden dieser Organisation, getroffen, der uns im bekannten Saal der Bundespressekonferenz empfing, wo sonst auch die wichtigen Pressekonferenzen stattfinden. Zuvor hatten wir die Möglichkeit mit einem Auslandskorrespondenten zu sprechen. Pascal Thibaut vom französischen Sender RFI nahm uns mit in seine Arbeitswelt und überraschte uns damit, dass er als Deutschlandkorrespondent allein für die Berichterstattung von sämtlichen Themen verantwortlich ist. Und wir hatten Glück: Es gab noch ein Foto mit dem Regierungssprecher Steffen Seibert.

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Anschließend trafen wir Dr. Johannes Dimroth im Bundespresseamt. Er war früher Sprecher des Bundesinnenministeriums, wechselte dann aber. Jetzt beschäftigt er sich als Abteilungsleiter mit politischer Information. Er ist verantwortlich dafür, dass die BürgerInnen über die Arbeit der Bundesregierung informiert werden, aber auch dass die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident über die aktuelle Nachrichtenlage Bescheid wissen.

Unser Tag endete mit einem kurzen Interview einer Pressereferentin eines Bundestagsabgeordneten. So haben wir verschiedene Formen der Informationsbeschaffung und -weitergabe kennen gelernt.

Dienstag, 29. Januar

Am Dienstag waren wir zusammen im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Nachdem wir uns einen kurzen Einführungsfilm angesehen hatten, führte uns Henry Leuschner durch die Anlage. Dieser stellte seit seinem 18. Lebensjahr immer wieder Anträge auf Ausreise, jedoch ohne Erfolg. Daher versuchte er 1981 zu fliehen, was ihm jedoch misslang. An der Grenze wurde er lebensgefährlich von einer Selbstschussanlage getroffen. Nach mehreren Operationen wurde er nach Hohenschönhausen gebracht. Dort saß er für mehrere Monate in Isolationshaft, bevor er aufgrund seiner Verletzungen entlassen wurde. Heute wohnt er nicht mehr in Deutschland, kommt aber immer wieder nach Berlin, um seine Lebensgeschichte zu erzählen.

Danach sind wir weitergefahren zum Auswärtigen Amt. Dort hatten wir die Möglichkeit, einem langjährigen Diplomaten, der im Dienst des Auswärtigen Amtes gearbeitet hat, unsere Fragen zu stellen. Er brachte uns das Berufsbild des Diplomaten näher, sprach aber auch ehrlich über die Nachteile, die eine Tätigkeit wie diese mit sich bringt.

Donnerstag, 31. Januar

Am Donnerstag sind wir in den Brandenburger Landtag gegangen. Dieser Tag war auch mein Lieblingstag, denn es wurde über das Paritätsgesetz abgestimmt. Am Mittwoch hatten wir uns in die Thematik des Paritätsgesetzes eingearbeitet, weswegen es umso bedeutsamer und interessanter wurde.

PE04Am Morgen haben wir erst eine Führung durch den Landtag erhalten. Dort lernten wir vieles über die Geschichte des Stadtschlosses. Danach saßen wir eine Stunde im Plenarsaal. In der Debatte ging es um das Paritätsgesetz. Diese Debatte war genauso, wie man es aus dem Fernsehen kennt – und durch unser Vorwissen umso interessanter. Als wir nach einer Stunde das Plenum für ein Gespräch mit Abgeordneten verließen, erhielten wir die Nachricht, dass das Gesetz verabschiedet worden war.

Am Nachmittag hatten wir mit zwei Abgeordneten eine Diskussion über das Paritätsgesetz. Die Abgeordneten waren Isabelle Vandre von der Partei Die Linke und Simona Koß von der SPD. Beide stimmten für dieses Gesetz. Die Diskussion wurde auch sehr interessant, weil mehrere Leute in unserer Gruppe gegen dieses Gesetz waren. Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass ein Abgeordneter, der gegen das Gesetz ist, sich auch bei unserer Debatte beteiligen würde. Aber dies konnten wir leider nicht beeinflussen.

Aber schlussendlich war es ein sehr aufregender Tag und wir waren bei einem, wie die Medien es beschreiben, "historischen" Ereignis dabei.

Sophie F., Elisabeth R. (12. Jahrgang) und Robin Miska (FB Politische Bildung, Fotos)