Mit Symbiose Pflanzen vor dem Klimawandel schützen

Beim heutigen Besuch im NatLab der FU Berlin hat sich einer der drei Biologie-Grundkurse des Jahrgangs 12 der Voltaireschule mit der Frage auseinandergesetzt, durch welche Strategien Pflanzen für den Klimawandel fitgemacht werden können.

Im Mittelpunkt standen dabei sogenannte Mykorrhiza-Pilze. Diese gehen mit verschiedenen Baumarten und Nutzpflanzen eine Symbiose ein und unterstützen die Pflanzen bei der Aufnahme von Wasser. Eine Folge des Klimawandels ist nämlich die zunehmende Trockenheit. Besonders für Getreidearten lohnt es sich daher, Methoden zu entwickeln, die Pflanzen dabei helfen, trotz Trockenheit mehr Wasser aufzunehmen. Denn nur mit Wasser kann die lebensnotwendige Fotosynthese aufrechterhalten werden.

Dabei untersuchten die Schülerinnen und Schüler des Kurses die Symbiose zwischen Pflanze und Pilz mikroskopisch und wendeten zudem spezielle Färbetechniken an. Ein Versuch zur Transpiration zeigte außerdem die Menge an Wasser, die unter bestimmten Bedingungen über die Blätter abgegeben wird. Der Höhepunkt lag schließlich in der Auswertung des Schulversuches, bei dem die SchülerInnen das Pflanzenwachstum unter Trockenstress und dem Vorhandensein einer Mykorrhiza-Symbiose untersuchten.

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Neben den vertiefenden biologischen Inhalten hatten die SchülerInnen Gelegenheit, ein wenig Uni-Luft zu schnuppern und sich mit den Studentinnen und Studenten auszutauschen. Insofern bot die heutige Exkursion einige Möglichkeiten, den schulischen Horizont ein wenig zu erweitern.

Yvonne Roscher (Text und Fotos)

Drei Mal Applaus eine Triple-Premiere

Am Donnerstag, dem 24.03.2022, fand nach längerer Abstinenz einmal wieder eine Triple-Premiere der DS-Kurse des 13. Jahrgangs statt. Getreu dem Motto "Augen zu und durch" trotzten alle Beteiligten der sich ständig erhöhenden Anzahl an Corona-Ausfällen, Szenenstreichungen und nicht stattgefundener Endproben. Was an dem Abend gezeigt wurde, war dennoch höchst vielfältig und machte richtig Lust beim Zuschauen.

Wer bin ich?

Auftakt des Triple-Abends war die Premiere der Eigenproduktion "Wer bin ich?" (Kurs Frau Schrader). Der DS-Kurs 13 hat sich einem schwierigen Thema zugewendet. Im Mittelpunkt der Story steht Alex, der nach einem Unfall an Amnesie leidet. Durch die geschönten Erzählungen seiner Zwillingsschwester meint er, seine alten Erinnerungen wieder zurückzugewinnen. Jedoch kommt die ganze Wahrheit, die die Schwester ausspart, eines Tages ans Licht: der Missbrauch der Zwillinge durch die Eltern, deren Freunden und Fremden. Der Kurs schafft es, diese komplexe Story geradlinig und spannend zu erzählen. Das gelingt auch durch die beiden sympathisch und überzeugend agierenden Hauptdarsteller*innen Myles und Sara. Hervorzuheben ist die Courage der Gruppe, sich so ein sensibles Thema zu erarbeiten und in Eigenregie (Maja, Charlotte, Carla) zu inszenieren. Die Textvorlage wurde 2020 von einem Theaterkurs des Abi-Jahrgangs 2021 auf Grundlage des Dokumentarfilms "Tell me who I am" (2019), den Regisseur Ed Perkins nach einer wahren Begebenheit produziert hat, erarbeitet, konnte aber damals coronabedingt nicht aufgeführt werden.

Der Fahrstuhl

Auch in eine nicht reale Welt führte uns die zweite Premiere "Der Fahrstuhl", eine Eigenproduktion des Kurses von Herrn Gutschmidt. Hier steigt eine Gruppe von Figuren quicklebendig in einen Fahrstuhl - und kommt tot heraus. Was danach passiert, ist für das Publikum hochgradig erlebnisreich. Die Spieler*innen landen im Himmel und der Hölle der Christen oder in Odins Valhalla, im Hades der Griechen, und sie schauen auch bei den ägyptischen Göttern vorbei. Der Kurs überzeugt hier mit seinen vielfältigen Ideen und seiner Spielfreude. Hervorzuheben sind zwei Szenen, die aus der Komik der anderen herausbrechen: "Jemand, der sich schuldig fühlt" und "Das jüngste Gericht". Diese überzeugen durch ihre Bildkraft, begleitet von einer ausgeklügelten Lichttechnik von Yoan und Gustav. Das Thema "Leben nach dem Tod" hat sich der Kurs über Improvisationen zu Beginn des Schuljahres herausgearbeitet.

Die Insel

Die letzte Premiere ist "Die Insel" (Kurs Frau Wackermann und Frau Kneifel-Grobler). Eine Gruppe junger Menschen überlebt einen Flugzeugabsturz. Nun liegen sie da, ihre Glieder tun ihnen weh, und sie schwitzen unter der prallen Sonne. Was tut man in so einer Situation? Ohne Erwachsene und ohne Smartphone!! Holz sammeln und Feuer machen? Oder Jagen gehen? Die einen wollen das in der Gruppe ausdiskutieren, die anderen im Dschungel Tiere töten. Ein Streit entsteht, der mit dem Tod eines Kameraden endet. Die Gruppe besticht in ihrer 15-minutigen Darstellung durch ihre starken Bilder, in denen dieser Konflikt choreographisch präsentiert wird. Dabei entfaltet das Team besonders das Potential von Schultheater – das Zusammenspiel einer Gruppe auf der Bühne. Indem sich die Inszenierung mit der Frage: "Wie wollen wir gemeinsam leben?", auseinandersetzt, ist sie auch tagespolitisch bedeutsam. Die von der Gruppe präsentierte Story basiert auf einer Romanvorlage.

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Abschließend ist zu sagen: Für die meisten Darsteller*innen war diese Premiere der erste und an der Voltaireschule letzte Auftritt vor einem größeren Publikum. Deshalb gibt es zum Schluss noch einmal einen großen APPLAUS. Merci. Habt Ihr toll gemacht.

Ein Gastbeitrag von Monika Kneifel-Grobler (Text und Foto)

Mit Voltaire muss man rechnen

Erik Cesca Fernandez (8G) hat bei der 32. Mathematik-Olympiade des Landes Brandenburg den 2. Platz in seiner Olympiadeklasse erreicht.

MOLB Der Sieg ist neben einem Geldpreis mit der Teilnahme an der Bundesrunde dotiert. Für diese außergewöhnliche Leistung gratulieren wir Erik voller Anerkennung.

Am 24./25. Februar 2022 fand dezentral die 32. Mathematik-Olympiade des Landes Brandenburg statt.

 Hier maßen sich an zwei Wettkampftagen die 122 besten Schülerinnen und Schüler des Landes (Klassenstufen 6 bis 12) in zwei viereinhalbstündigen Klausuren, um die Vertreter für die Bundesrunde zu ermitteln.

Benny Schurig (Text und Foto)

Voltaire redet auch mit!

Schülerinnen und Schüler des 10. und 11. Jahrgangs kamen am 22.03.2022 einer Einladung des Europa-Zentrums in Potsdam nach und nahmen an der Abschlussveranstaltung "Europas Zukunft – Potsdam redet mit" im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte teil. Begleitet wurden sie von unserem Schulleiter Benny Schurig sowie dem Fachbereich Politische Bildung.

Es fand eine Podiumsdiskussion mit engagierten Gästen statt, denen Europas Gestaltung und Zukunft am Herzen liegt. So nahmen etwa der Vertreter der EU-Kommission in Deutschland Jörg Wojahn, die grüne und jüngste deutsche Landtagsabgeordnete Ricarda Budke sowie die Vorsitzende des Europaausschusses und Landtagsabgeordnete für Die Linke Bettina Fortunato, teil.

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Vorab wurden Thesen des Autors und Aktivisten Martin Speer aus seinem Buch "Europe for future" vorgestellt und diskutiert. Anschließend brachten die Gäste eigene Ideen und Vorschläge für die Zukunft der Europäischen Union ein.

Verköstigt wurden die Anwesenden im Anschluss an die Veranstaltung durch die Schülerfirma der Voltaireschule.

Thibaut Haffner, FB Politische Bildung (Text und Fotos)