Eine Woche Europa zum Anfassen: Vom 8.06. bis 12.06.2026 reiste unsere Klasse 5L nach Straßburg.
Um 06:00 Uhr früh ging es am Potsdamer Hauptbahnhof los – noch etwas verschlafen, aber voller Vorfreude. Nach einer langen, aber kurzweiligen Zugfahrt erreichten 25 Schülerinnen und Schüler mit ihren drei begleitenden Lehrkräften am Mittag die elsässische Hauptstadt. Schon der erste Spaziergang durch das malerische Viertel La Petite France mit seinen Fachwerkhäusern und Kanälen zeigte: Diese Stadt hat Charme. Den ersten Abend ließen wir typisch elsässisch bei Flammkuchen ausklingen.
Das Herzstück der Reise war die Begegnung mit unserer Partnerschule, dem Collège Hans Arp. Beim gemeinsamen Unterricht, bei Sprachanimationen und Spielen kamen unsere Schüler schnell mit ihren französischen correspondants ins Gespräch – mal mit Händen und Füßen, mal mit erstaunlich viel Mut zur Fremdsprache. Bei einer Stadtrallye erkundeten die deutsch-französischen Teams gemeinsam die Altstadt.
Als Europa- und Botschafterschule durfte ein Höhepunkt natürlich nicht fehlen: der Besuch des Europäischen Parlaments. Dort, wo sonst über die Zukunft des Kontinents debattiert wird, wurde Europa für die Klasse 5L plötzlich ganz konkret. Ergänzt wurde dieser Eindruck durch die interaktive Ausstellung im Lieu d’Europe, das die europäische Idee altersgerecht und zum Mitmachen erfahrbar machte.
Doch auch das Staunen kam nicht zu kurz. Bei einer Bootsfahrt über die Ill erlebten wir Straßburg vom Wasser aus, und der Aufstieg auf die Aussichtsplattform des Straßburger Münsters (La Cathédrale Notre-Dame) belohnte alle mit einem grandiosen Blick über die Dächer der Stadt. Zwischen den Programmpunkten blieb genug Zeit zum Durchatmen: beim Spielen im Parc de l’Orangerie, beim gemeinsamen Fotowettbewerb und in den Freizeitphasen.
Am Ende einer ereignisreichen Woche traten alle müde, aber glücklich die Heimreise an. Was bleibt, ist mehr als eine Sammlung schöner Fotos: gelebte deutsch-französische Freundschaft, ein gewachsenes Selbstvertrauen in der Fremdsprache – und die Erkenntnis, dass Europa kein abstrakter Begriff ist, sondern aus echten Begegnungen entsteht.
Der nächste Austausch könnte in Klasse 8 folgen – in dem Sinne: À bientôt, Strasbourg!
René Schwarzpaul (Text und Fotos)








