Der fünfte Block ist ein ermüdender Block, den kein:e Schüler:in gerne auf sich nimmt. Doch für den Musiksalon nehmen wir, die Musikgrundkurse 11 und 12 gemeinsam mit unseren Musiklehrer:innen, Fr. Falky, Hr. Spatny und Hr. Frenzel, gerne alles auf uns auf.

Denn als wir uns am Nachmittag des 01.06.2026 einfanden, wurde uns schnell klar, dass dieser mit vielen musikalischen Überraschungen, wie z.B. aus dem musikalischen Genre Hip-Hop, mit Musik aus dem Mittelalter, Balladen und anderen Pop- oder Indiesongs, nicht langweilig werden würde.

Wir ließen jedes inszenierte und arrangierte Stück auf uns zukommen und lauschten in gespannter sowie entspannter Atmosphäre den musikalischen Darbietungen. Dabei wagten die Elftklässler:innen einen anspruchsvollen Spagat zwischen der Mittelalterlichen Musik und der Moderne. Ihre Aufgabe war es, eine Melodie aus dem Mittelalter völlig neu umzusetzen und ihm einen modernen Touch zu verpassen. Ergänzt wurde dies durch verschiedene komplett eigene Songkreationen, die sich als herausragende Songs und musikalische Begabungen herausstellten.

An dem Nachmittag durfte natürlich auch nicht ein Song von der Band „Wir sind Helden“ fehlen, weshalb der Grundkurs 11 als gemeinsamen Kurssong noch den Song „Denkmal“ präsentierte. Im Anschluss daran kam der 12. Jahrgang auf die Bühne und performte ihren Kurssong „Malibu“ von der Band „Hole“, welcher durch alternativen Rock und Power Pop geprägt ist.

 Darüber hinaus zeigten die Zwölftklässler:innen, dass im Rahmen des Semesterthemas „Musik im gesellschaftlichen Kontext“ in jedem Song eine Botschaft steckt, und interpretierten Songs, wie den Protestsong „For Woman, Life, Liberty (Baraye)‘‘ von Rana Mansour, der für die Frauenrechte im Iran steht, oder den All-Time-Klassiker „Knocking on Heavens Door‘‘ von Bob Dylan. Die Titel verliehen dem Abend emotionale Höhen und Tiefen und regten die Oberstufler:innen zum Nachdenken über die politischen Botschaften und Inhalte an.

Der Nachmittag war also sehr gelungen, wenngleich uns dieses Jahr jedoch das gemeinsame Musizieren fehlte, was wir im vorigen Jahr kaum auslassen konnten, weil es uns verband und Spaß machte. Nichtsdestotrotz konnten sich der Musikbereich der Oberstufe austauschen und viele gemeinsame musikalische Erlebnisse geteilt werden. Die Melodien und Ideen, einen Song zu arrangieren oder komplett selbst zu komponieren, und wie Musik heutzutage die Gesellschaft prägt, ging uns nicht mehr aus dem Kopf.

Wir sind stolz auf jedes kleine Lampenfieber, was wir bewältigt haben, und dankbar für jeden neuen musikalischen Impuls, ganz gleich, ob es sich um ein ausgefeiltes Meisterwerk oder ein mutiges Experiment handelte.

Text: Olivia W., Jg. 12 (Text; Fotos: P. Falky)