Gestern, am 25.03.2026, ging es bereits für den zweiten Biologiekurs aus dem Jahrgang 12 in diesem Monat in das NatLab Berlin, auf den Spuren der Fantastic Fungi – die erstaunlichen Mykorrhizapilze!

Die Schülerinnen und Schüler haben hier die Möglichkeit, forschend in angewandte ökologische Fragestellungen einzutauchen und selbst Antworten auf aktuelle Umweltprobleme zu finden. Konventionelle Landwirtschaft ist häufig auf ständige Zugabe von Düngern und Pflanzenschutzmitteln angewiesen. Hinzu kommen verschiedene Stressfaktoren wie Mikroplastik, Schwermetalle, Chemikalien oder Hitzestress, die Böden und Pflanzen zusätzlich belasten. Im Kurs soll es um die Untersuchung gehen, ob symbiotische Wurzelpilze – sogenannte Mykorrhizapilze – eine nachhaltige Möglichkeit bieten, Pflanzen vor diesen negativen Einflüssen zu schützen.

Bereits im Januar haben wir in einem vorbereitenden Kurs in der Schule Pflanzen unter diesen verschiedenen Bedingungen angepflanzt (Kontrolle, Mikroplastik von LKW Reifenabrieb, Fantastic Fungi, Fantastic Fungi + Mikroplastik von LKW-Reifenabrieb), einen grünen Daumen bewiesen (zumindest beim Großteil der Pflanzen ...) und die Pflanzenproben im März geerntet und anschließend getrocknet.

Im NatLab untersuchten die SchülerInnen in vier Gruppen nun unsere getrockneten und die frischen Pflanzen vor Ort. In Station 1 wurde die Biomasse und der pH-Wert ermittelt und zwischen den verschiedenen Proben verglichen. In Station 2 wurde mikroskopiert und die Wurzel eines Kressekeimlings mit Eosinlösung eingefärbt und der Wassertransport beobachtet.  An der Fotosynthesestation 3 wurden Messungen vorgenommen, wieviel CO2-Moleküle über die Spaltöffnungen aufgenommen werden. Einen Prototyp für Schulen konnten wir uns bereits anschauen. In 10 min nahm beispielsweise die Pflanze, die mit den „Fantastic Fungi“ gezüchtet wurde, 41.000.000 CO2-Moleküle auf!

In der letzten Station ging es nochmal genau um diese Fantastic Fungi und der Symbiose zwischen Pflanze und Pilz. Sage und schreibe 1,4 Milliarden Tonnen Mykorrhiza befinden sich in den Böden der Welt. Nach dem Einfärben der Wurzel konnte man nun das Wurzelgeflecht zwischen den Proben vergleichen und die Bedeutung der Mykorrhiza-Pilze für Pflanzen in einer durch Mikroplastik belasteten Umwelt schlussfolgern.

Die praktische Arbeit im Labor sowie die Anleitung der Stationen durch motivierte Lehramtstudentinnen und -studenten machen das Themenfeld Ökologie einfach spannend! Wir gehen mit viel neuem Wissen, praktischen Know How und einem tollen Gefühl aus dem gemeinsamen Ausflug an die Voltaireschule zurück.

Sarah Moschek, FBL (Text und Fotos)