Herzlich willkommen auf der Homepage der Voltaireschule in Potsdam!
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,
die Voltaireschule ist eine sehr begehrte Schule in Potsdam, die sich nicht nur an einem attraktiven und zentralen Standort befindet, sondern auch ein sehr interessantes Konzept für die individuelle schulische Entwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler hat.
Wir sind eine „bewegte und lebendige“ Schule und stetig bereit, uns flexibel auf sich rasch verändernde Bedürfnisse einzustellen und so die Schule zukunftsfähig umzugestalten. Und da unser Leitbild unser Kompass ist, unser Schulprofil unsere Erfahrungen und die Bereitschaft einschließt, sich Neuem zu öffnen, hat das Kollegium der Voltaireschule neue Lehr- und Lernarrangements geschaffen. Das bedeutet für Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, dass Ihr auch im kooperativen und fächerübergreifenden Unterricht in unseren Projektwochen und an weiteren Projekttagen individuell gefördert werdet, eine umfangreiche Allgemeinbildung erhaltet und kreativ, eigenverantwortlich und selbständig lernen könnt.
Jeder ist bei uns willkommen, ob Groß oder Klein, ob sportlich oder musikalisch, ob zurückhaltend oder forsch. Wir erwarten von Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, dass Ihr Freude am Lernen, Interesse für offene Unterrichtsformen und Teamarbeit habt. Wir werden unser Bestes geben, um Euch mit einer möglichst maßgeschneiderten Unterstützung, Förderung und Begleitung anwendungsbereites Wissen zu vermitteln und Euch dabei zu unterstützen, den Anforderungen der Gesellschaft im 21. Jahrhundert mit Veranwortungsbewusstsein, Weltoffenheit und Toleranz gewachsen zu sein.
Hier finden Sie das vollständige Grußwort!
14.05.2012
"Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" - Ausstellungseröffnung an der Voltaireschule
Wann: 30.5.2012, um 12:45 Uhr
Wo: im roten Salon
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Timer!
Webteam
26.04.2012
Die heimlichen Gymnasien

Analyse: 665 von 1341 Sechstklässlern haben dieses Jahr in Potsdam eine Gesamtschule angewählt
POTSDAM - 665 von 1341 Sechstklässler haben dieses Jahr in Potsdam eine Gesamtschule angewählt. Der Ansturm erstaunt, denn integrative Gesamtschulen sind bis heute umstritten. Hinter dem Schultyp steht die Grundidee, das dreigliedrige Schulsystem auszuhebeln, um die soziale Chancengleichheit zu verbessern – so argumentierten schon in den 1970er Jahren ihre sozialdemokratischen Urheber.
Gesamtschulen sollen Kinder möglichst lange gemeinsam unterrichten – und zwar unabhängig von ihren Grundschulzeugnissen und dem Bildungsstand der Eltern. Spätzündern sollen sie Zeit geben, bis der Knoten platzt, um doch noch Abitur zu machen. Die Kinder sollen entspannter und mit viel Freude lernen. Für das Abitur haben Gesamtschüler 13 Jahre Zeit – an Gymnasien nur zwölf. Die Klassen sind zwar ähnlich groß wie an Gymnasien, doch unterrichtet wird oft in kleineren Teams.
Wählen Potsdams Familien diese Schulform also, um ihre Kinder vor dem Leistungsdruck des dreigliedrigen Schulsystems zu schützen? Oder gar aus Gründen sozialer Gerechtigkeit? Dagegen spricht, dass Potsdams acht Gesamtschulen bisher nicht gleichstark angewählt wurden. Die Babelsberger Goethe-Gesamtschule läuft sogar aus, weil ihr leistungsstarke Schüler fehlten und sie als Problemschule galt.
Dagegen erhielten die Lenné- sowie die Voltaire-Gesamtschule doppelt so viele Erstwünsche, wie sie Plätze haben. Außerdem bringen ihre Bewerber zu 50 Prozent eine Gymnasialempfehlung mit. Unter ihren Eltern finden sich auffallend viele Ministerialbeamte, Lehrer und Ärzte.
Beide Gesamtschulen haben den Ruf heimlicher Gymnasien. Wer sich auf den am stärksten selektierenden Gymnasien „Humboldt“ und „Helmholtz“ keine Chancen ausrechnet, wählt gerne eine dieser beiden Gesamtschulen. Seit diesem Jahr kommt noch die Neue Gesamtschule in der Haeckel-Straße hinzu, die offenbar eine ähnliche Klientel anzieht.
Das „Voltaire“ führt sogar eine Leistungs- und Begabungsklasse. Außerdem überspringt jedes Jahr eine ganze Voltaire-Klasse ein Schuljahr und macht das Abitur in zwölf Jahren. An der Voltaire-Schule bewarben sich in diesem Jahr nur drei Schüler mit Oberschulempfehlung. „Wir haben offenbar den Ruf einer guten, aber auch sehr anspruchsvollen Schule“, begründet Voltaire-Leiterin Karen Pölk die Zurückhaltung schwacher Schüler.
„Potsdams Bürgertum hat sich hier eine Nische geschaffen“, kritisiert Grünen-Politiker Andreas Menzel das Phänomen. Denn das Brandenburgische Schulgesetz verlangt das Gegenteil einer Leistungsauslese: Gesamtschulen dürfen nur zu einem Drittel Schüler mit Gymnasialempfehlung aufnehmen. Die restlichen zwei Drittel sollen sich aus Schülern mit Oberschul- oder Berufsschulempfehlung zusammensetzen, besagt Paragraph 53.
Doch die Einhaltung des Gesetzes wird nicht kontrolliert. „Diese Zahlen werden nicht zentral erfasst“, heißt es aus dem Bildungsministerium. Nicht einmal Oppositionspolitikerin Marie Luise von Halem (Die Grünen) hat damit ein Problem. „Das Gesetz sollte großzügig gehandhabt werden“, findet die Landespolitikerin und schlägt lieber einen anderen Reformschritt vor: Statt die Gesamtschulen zu kontrollieren, solle man besser die Oberschulen stärken. „Hier muss die Durchlässigkeit größer werden. Oberschüler sollten in viel größerem Maß als bisher das Abitur aufsatteln können. Am Ende des Weges sollte dann die Einheitsschule stehen.“
Das sieht ihr Parteifreund auf kommunaler Ebene, Andreas Menzel, ganz anders und fordert die Einhaltung des Gesetzes. Allerdings wusste der Grünen-Stadtverordnete bisher nichts von einer gesetzlichen Verpflichtung zur Drittelung: „In den entscheidenden Gremien wurde mir immer wieder versichert, dass dieses Gesetz nicht mehr existiere.“ Menzel liest den Gesetzestext sofort nach und ist empört. Stunden später hat er bereits den Landeselternrat informiert, sowie das zuständige Schulamt um Stellungnahme gebeten.
Auf Nachfrage betonen die Schulleiter der Voltaire- und Lenné-Gesamtschule, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Genaue Zahlen werden jedoch nicht genannt. Entscheidend seien viele Kriterien, erklärt Andrea Roßland, Schulleiterin der Lenné-Gesamtschule, schließlich habe ihre Schule ein besonderes Profil, für das sich die Schüler eignen müssten. „Vor allem sehen wir uns die Kompetenzbereiche an.“ Auch Schülern mit guten Noten müssen wir Absagen erteilen.“
Ganz ähnlich argumentiert Voltaire-Leiterin Pölk. Außerdem müssten ja auch noch Kinder für das neu gegründete Gymnasium Babelsberg übrig bleiben. Auf ihren Informationsabenden weist die Voltaire-Schule auf die gesetzliche Drittelung hin. Allerdings erfuhren besorgte Eltern im persönlichen Gespräch, dass sehr gute Schüler auf keinen Fall abgelehnt würden. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen hat die Schule jedes Jahr mit etlichen Widersprüchen zu tun.
Auch im Kirchsteigfeld werden wohl erstmals die Plätze für das oberste Drittel nicht ausreichen, erklärt Schulleiter Frank Brandt, der gerade jene leistungsstarken Bewerbungen auf seinem Schreibtisch bearbeitet, die im Erstwunsch an anderen Schulen abgelehnt worden sind. „Ja, vielleicht sollte man die Drittelung mal kontrollieren.“
Dringend reformbedürftig sei die Gesetzesvorgabe in einem anderen Punkt: „Es gibt immer wieder Eltern, die ihr Kind in der Kategorie Gymnasialempfehlung anmelden, obwohl die Grundschule etwas anderes empfiehlt. Sie glauben, ihrem Kind damit etwas Gutes zu tun, doch das Gegenteil ist der Fall. Wir müssen diese Kinder dann ablehnen, weil sie mit den notenbesten Bewerbern konkurrieren müssen, obwohl sie in den anderen beiden Kategorien wunderbar passen würden.“ Leider sei das kein tragischer Einzelfall.
Gesamtschulen selektieren aber nicht nur bei der Aufnahme zur siebten Klasse. Einmal aufgenommen, sortieren sie die Kinder, anders als auf Gymnasien, jedes Halbjahr aufs Neue in Grund- und Erweiterungskursen. Nur wer in der 10. Klasse ausreichend viele Erweiterungskurse belegt, darf später auch Abitur machen. Die Noten der neunten Klasse entscheiden deshalb in der Regel, ob ein Schüler für den Gymnasialzweig zugelassen wird.
Kinder, die in der achten und neunten Klasse kräftig pubertieren, haben es da auf dem Gymnasium leichter. Voltaire-Leiterin Pölk sieht das nicht so dramatisch: „Im ersten Vierteljahr der 10. Klasse können schwache Schüler noch in die stärkeren Erweiterungskurse aufsteigen. Oder sie wiederholen eine Klasse.“ Auch Lenné-Leiterin Roßland beruhigt: „Wir sehen zu, dass möglichst alle unsere Schüler rechtzeitig die für den Gymnasialzweig notwendigen Kurse belegen.“ Aufschlussreich ist es deshalb, die Schulen anhand ihrer Abschlüsse Ende der 10. Klasse zu vergleichen. Der Brandenburger Bildungsserver veröffentlicht die Zahlen seit 2008/2009 im Internet. Tatsächlich erlangten an der Steuben-Gesamtschule nur 35,6 Prozent den Zugang zum Gymnasialzweig, dagegen 79 Prozent an der Lenné-Gesamtschule. An der Voltaire-Gesamtschule sind es laut Internet-Tabelle allerdings nur 55,2 Prozent. „Diese Zahl ist falsch“, sagt Karen Pölk mit Verweis auf ihren Oberstufen-Koordinator. 70 bis 80 Prozent sei richtig. Dann dürften auch die vom Land errechneten Landesdurchschnitte nicht mehr stimmen. Das Ministerium blieb eine Antwort bisher schuldig. 2018 will Potsdam eine weitere Gesamtschule eröffnen – dieses Mal am Stern. (Von Nathalie Wozniak)
12.03.2012
Voltaire-Post
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