Gymnasiale Oberstufe

Alle Informationen zur gymnasialen Oberstufe auf einen Blick.

Stand: September 2017

 

ab % 95 90 85 80 75 70 65 60 55 50 45 36 27 18 9 0
Punkte 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
Note 1+ 1 1– 2+ 2 2– 3+ 3 3– 4+ 4 4– 5+ 5 5– 6

Für das Abitur werden die Leistungen aus den Halbjahren 12/I, 12/II, 13/I und 13/II bewertet.

Bewertungsbereiche

Klausuren, anderer Leistungsnachweis und die mündl. Leistungsfeststellung gehen sofern sie erbracht wurden jew. mit 33,3% in die Kurshalbjahresnote ein.

Leistungen aus dem Unterricht, wie Leistungskontrollen, Vorträge und sonst. Mitarbeit machen den Rest der Kurshalbjahresnote aus.

In die Qualifikationsphase wird auf Grundlage der Leistungen des zweiten Halbjahres versetzt, wer

  • in keinem Fach 0 Punkte hat und
  • in höchstens einem Fach weniger als 5 Punkte hat oder
  • in zwei Fächern weniger als 5 Punkte hat, in einem mindestens niveaugleichen Fach jedoch mit 8 Punkten ausgleichen kann.

Rechtsgrundlage: § 13 Abs. 1 GOST-V

Jahrgangsstufe 11

Erstes Schulhalbjahr

1 Klausur in jedem Kurs (90 min)

Zweites Schulhalbjahr

1 Klausur in jedem Kurs auf erhöhtem Anforderungsniveau (90 min)

1 Klausur in der 2. Fremdsprache (90 min)*

1 Klausur in einem Fach nach Wahl auf grundlegendem Anforderungsniveau (90 min)

bei Französisch auf erhöhtem Anforderungsniveau ein Fach nach Wahl auf grundlegendem Anforderungsniveau


Jahrgangsstufe 12

Erstes Schulhalbjahr

1 Klausur in jedem Kurs auf erhöhtem Anforderungsniveau (135 min/210 min)*

1 Klausur in der 2. Fremdsprache (90 min)**

1 Klausur in einem Fach nach Wahl auf grundlegendem Anforderungsniveau (90 min)

* zweite Angabe gilt für Deutsch

** bei Französisch auf erhöhtem Anforderungsniveau ein Fach nach Wahl auf grundlegendem Anforderungsniveau

Zweites Schulhalbjahr

1 Klausur in jedem Kurs auf erhöhtem Anforderungsniveau (135 min/210 min)*

1 Klausur in der 2. Fremdsprache (90 min)**

1 Klausur in einem Fach nach Wahl auf grundlegendem Anforderungsniveau (90 min)

* zweite Angabe gilt für Deutsch

** bei Französisch auf erhöhtem Anforderungsniveau ein Fach nach Wahl auf grundlegendem Anforderungsniveau


Jahrgangsstufe 13

Erstes Schulhalbjahr

je 1 Klausur in den drei gewählten schriftlichen Abiturfächern auf erhöhtem Anforderungsniveau unter Abiturbedingungen (270 min/315 min)*

1 Klausur im mündlichen Abiturprüfungsfach auf grundlegendem Anforderungsniveau (135 min)

Zweites Schulhalbjahr

je 1 Klausur in den drei gewählten schriftlichen Abiturfächern auf erhöhtem Anforderungsniveau (135 min/210 min)*

1 Klausur im mündlichen Abiturprüfungsfach auf grundlegendem Anforderungsniveau (90 min)

* zweite Angabe gilt für Deutsch

Rechtsgrundlage: Anlage zu VV-Leistungsbewertung


Bewertung der sprachlichen Richtigkeit

Diese Vereinbarung gilt für alle Klausuren in Jgst. 11 bis 13 mit Ausnahme der Sprachfächer und Deutsch.

Ab 100 Wörtern wird der Fehlerquotient bestimmt. Ab 3 Fehlern auf 100 Wörter erfolgt ein Abzug von 1 Notenpunkt.

Ein weiterer Abzug von 1 Notenpunkt erfolgt bei wiederholten Verstößen gegen die äußere Form:

  • Überschreiben des Korrekturrandes
  • unleserliche Schrift
  • Zeichnen und Streichen ohne Lineal

Rechtsgrundlage: § 24 GOST-V und Beschluss der Lehrkräftekonferenz vom 01.06.2016

Im 1. bis 3. Schulhalbjahr kann in den Fächern auf erhöhtem und grundlegendem Anforderungsniveau ein Anderer Leistungsnachweis erbracht werden.

  • Klausur bleibt unberührt
  • mit Anforderungen einer Klausur vergleichbar
  • kann als Gruppenarbeit erbracht werden
  • Ziel: Förderung der Fähigkeit der SchülerInnen, ein selbst gewähltes Thema eigenständig zu bearbeiten

Anforderungen und Bewertung

Anforderungsbereiche sind in der Aufgabenstellung vergleichbar zu einer Klausur zu gestalten.

Aufgabenstellung, Erwartungshorizont, Termine für Abgabe, Vortrag bzw. Fertigstellung, Bewertungskriterien und Bewertung (Formblatt) sind schriftlich zu fixieren.

Die Beantragung eines anderen Leistungsnachweises kann nur zu Semesterbeginn erfolgen.

Die Bewertung geht mit 33,3% in die Kurshalbjahresnote ein.


Möglichkeiten

  • Vortrag zu einem selbst erarbeitetem Thema mit deutlicher Abgrenzung zu „normalen“ Referaten
  • Beitrag zu einem Wettbewerb
  • Durchführung von Experimenten mit schriftlicher Auswertung oder Vortrag oder Demonstration
  • Vorstellung einer fremdsprachlichen Orginalliteratur
  • Erarbeitung von Aufgaben für einen Wettbewerb
  • Konzipierung und Durchführung einer Arbeitsgemeinschaft

Jeder Schüler der Jahrgangsstufe 13 nimmt an einer mündlichen Leistungsfeststellung teil.

Die mündliche Leistungsfeststellung findet in einer Fremdsprache auf erhöhtem Anforderungsniveau statt, und zwar in der Fremdsprache, die als schriftliches Prüfungsfach gewählt ist, d.h. in Englisch, Französisch oder in beiden Fächern. Wenn keine der Fremdsprachen als schriftliches Prüfungsfach gewählt wurde, wählt der Schüler die Fremdsprache der mündlichen Leistungsfeststellung.

Sie erfolgt als Gruppengespräch im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 13 mit 2–4 Schüler/innen und umfasst mindestens 15 und höchstens 25 Minuten.

Ziel: Nachweis fremdsprachlicher Handlungskompetenz und von Diskurs- und Interaktionsfähigkeit auf der Grundlage des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens Niveau B2.

Die Aufgabenstellung wird von der unterrichtenden Lehrkraft erarbeitet. Die Inhalte berücksichtigen die bisher im Unterricht in der Qualifikationsphase bearbeiteten Themenfelder.

Die Bewertung geht mit 33,3% in die Kurshalbjahresnote ein.

Weitere Informationen

Abiturprüfung umfasst 4 bzw. 5 (wenn die besondere Lernleistung gewählt wurde) Komponenten.

Die Abiturprüfung umfasst drei schriftliche Prüfungen (aus den Fächern auf erhöhtem Niveau) und eine mündliche Prüfung (aus den Fächern auf grundlegendem Niveau).

Mit den vier Pflichtprüfungen müssen alle drei Aufgabenfelder abgedeckt sein.

Unter den schriftlichen Prüfungsfächern müssen sich zwei der Fächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprache befinden.

Die 5. Komponente ist eine besondere Lernleistung und muss einem anderen Fach als den ersten vier Prüfungsfächern zugeordnet werden, sie kann ein Aufgabenfeld abdecken.


Die besondere Lernleistung

Die besondere Lernleistung kann zusätzlich als fünfte freiwillige Abiturprüfung gewählt werden. Ihr inhaltlicher Gegenstand darf nicht wesentlicher Bestandteil einer anderen im Rahmen der Gesamtqualifikation zu berücksichtigenden Leistung sein.

Mit der besonderen Lernleistung kann im Rahmen der Abiturprüfung ein Aufgabenfeld abgedeckt werden.

Die besondere Lernleistung umfasst die Erstellung einer schriftlichen Arbeit oder Dokumentation und ein Kolloquium und muss sich einem schulischen Fach zuordnen lassen. Eine besondere Lernleistung kann nicht in einem bereits gewählten Abiturprüfungsfach erbracht werden.

Beispiele

  • ein umfassender Beitrag zu einer Wettbewerbsteilnahme oder zu einer außerschulischen Leistung,
  • eine Jahresarbeit oder
  • die Aufarbeitung eines umfassenden, auch fachübergreifenden Projekts oder Praktikums

Einzel- oder Gruppenleistung

Schriftliche Arbeit oder Dokumentation:

  • die Darstellung des Themas/Problems, von Lösungswegen und Ergebnissen im Umfang von 15 bis 25 Seiten (ohne Anhang und Präsentationselemente),
  • eine kritisch reflektierende Darstellung des Arbeitsprozesses in Form eines Arbeitsberichtes,
  • die Zusammenfassung der Ergebnisse in einer Kurzfassung von einer Seite,
  • die Angaben zu der verwendeten Literatur und weiteren Hilfsmitteln in fachwissenschaftlich korrekter Zitierweise und
  • eine Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Arbeit oder bei einer Gruppenarbeit den Nachweis über den Anteil der jeweiligen Einzelleistung.

Das Thema wird von der Schülerin oder dem Schüler vorgeschlagen. Die Schulleiterin entscheidet in Abstimmung mit der Lehrkraft, die als Korrektor vorgesehen ist, ob die vorgesehene Arbeit als besondere Lernleistung zugelassen werden kann.

Abgabe: spätestens eine Woche vor Beendigung des Unterrichts in der Qualifikationsphase bei der korrigierenden Lehrkraft (zwei Exemplare der schriftlichen Arbeit oder Dokumentation)

Weitere Informationen


Gesamtqualifikation

In die Gesamtqualifikation gehen ein:

  • jeweils vier Halbjahreskurse in den drei schriftlichen Abiturprüfungsfächern in doppelter Wertung,
  • 30 Halbjahreskurse der übrigen Fächer auf grundlegendem und erhöhtem Niveau einschließlich der vier Halbjahreskurse des vierten Prüfungsfaches in einfacher Wertung

Unter den einzubringenden Kursen müssen sich vier Halbjahreskurse in Deutsch, Mathematik, der fortgeführten Fremdsprache sowie in einer Naturwissenschaft oder je zwei Halbjahreskurse in zwei Naturwissenschaften befinden.

Das Gesamtergebnis der Qualifikationsphase wird gemäß Anlage 1 GOSTV berechnet.

Die in den vier Fächern der Abiturprüfung erbrachten Leistungen werden in fünffacher Wertung eingebracht. Falls eine besondere Lernleistung als 5. Abiturprüfung erbracht wird, werden die Leistungen der insgesamt fünf Abiturprüfungen in vierfacher Wertung eingebracht.


Rücktritt

Ein Rücktritt innerhalb der Qualifikationsphase ist nur möglich:

  • wenn die Zulassung zur Abiturprüfung nicht mehr erreicht werden kann
  • auf Antrag, wenn auf Grund eines längeren Unterrichtsversäumnisses oder aus anderen Gründen der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife gefährdet ist

Außerdem müssen die personellen und schulorganisatorischen Voraussetzungen gegeben sein und die Höchstverweildauer in der GOST darf nicht überschritten werden.

Ein Rücktritt zur Verbesserung des Notendurchschnittes ist nicht möglich.

Die Fachhochschulreife (FHR) ist ein Abschluss der Sek. II, der an Fachoberschulen und Fachschulen abgelegt wird. Nur der schulische Teil kann auch an Gymnasien oder Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe abgelegt werden. Die Fachhochschulreife befähigt zum Besuch der Fachhochschule.

Schulischer Teil

1 Jahr Qualifikationsphase

  • 2 Fächer EA mind. 40 Pkt. in doppelter Wertung (=05 Pkt. pro Halbjahr); davon höchstens 2x unter 05 Pkt.
  • 11 Halbjahresleistungen in 6 weiteren Fächern insgesamt 55 Pkt.; davon höchstens 4x unter 05 Pkt.
  • 00 Pkt. können nicht eingebracht werden.
  • Eingebracht werden muss (jeweils 1 Jahr): DeMa, eine Fremdsprache, eine NaWi, ein gesellschaftswiss. Fach

Fachpraktischer Teil

1 Jahr Praxis

  • berufliches Praktikum
  • Beschäftigungsverhältnis
  • Ausbildung
  • Freiwilliges Soziales/Ökologisches Jahr
  • Bundesfreiwilligendienst
  • freiwilliger Wehrdienst
  • (auch in Kombination)

Antragstellung beim Staatlichen Schulamt Brandenburg a. d. Havel, nach dem Ende des schulischen Bildungsganges, schulische Praktika zählen nicht.

Zu den rechtlichen Grundlagen siehe §32 GOSTV und Nr. 12 VV Zeugnisse