Französische Botschafterin und Europaminister bei Voltaire

Europa wird bei Voltaire großgeschrieben. Im Rahmen der Brandenburger Europawoche besuchte die Französische Botschafterin, l.E. Anne-Marie Descôtes, am heutigen Tag unsere Schule.

Der Oberbürgermeister Mike Schubert begrüßte die Diplomatin in Potsdam – gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern aus den Fachbereichen Französisch, AbiBac und Politische Bildung sowie unserer Schülersprecherin Mathilda Thiele.

Der Brandenburger Europaminister, Stefan Ludwig, besuchte gemeinsam mit der Botschafterin den bilingualen Geschichtsunterricht in der Klasse 7L und nahm anschließend an einer leidenschaftlichen und kontroversen Diskussion zu Europa mit SchülerInnen der 10., 11. und 12. Klasse teil.

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Die französische Botschafterin zeigte sich an unserem AbiBac- und Sprachenprofil besonders interessiert. Im Anschluss des Besuches drückte sie ihre Begeisterung über unsere Schule aus und bedankte sich via Twitter: "Ich gratuliere der Schulleiterin Fr. Pölk, den Schülern und Lehrern ganz herzlich für Ihre tolle Leistung, ihr großes Interesse für Frankreich und danke allen für den schönen Austausch."

Robin Miska, Studienreferendar in den Fächern Poltische Bildung & Französisch (Text, Organisator der Veranstaltung)
Fotos: Boris Bocheinski

Ambassadrice

Die Besucherrunde im Büro der Schulleiterin, Zeichnung (digital betitelt mit: "ambassadrice"): @en_cesure

Die Klasse 10D in Prag

Nicht nur Karl IV. verbindet uns Voltaireschülerinnen und -schüler mit tschechischen SchülerInnen.

Prag1Bei ihrem einwöchigen Aufenthalt Ende März 2019 hatten wir Gelegenheit, die schöne Stadt Prag und die neue Partnerschule "Milíčovu" kennen zu lernen.

Viel Spaß hatten wir bei der Stadtrallye, bei Sportwettkämpfen, beim Unterrichtsbesuch und in der Stadt Prag.

Bleibt zu wünschen, dass noch viele Klassen unserer Schule in den Genuss dieser Partnerschaft kommen.
Die 10D in Begleitung von Frau Lange, Frau Steinová, Herrn Špatný und Herrn Mann

Klasse 7W im PIK

Besuch der Klasse 7W beim Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) auf dem Telegrafenberg

Als es am 13. März 2019 um 11:50 Uhr am Schultor der Voltaireschule Potsdam losging, freuten sich schon alle auf den Ausflug. Aber zuerst mussten wir mit der Straßenbahn ein kleines Stück fahren und auf den höchsten Punkt Potsdams (94 m) wandern.

Als wir ankamen, wurden wir nett von einigen Mitarbeitern des PIK empfangen, lernten, was denn ein Telegraf eigentlich ist, und wurden in zwei Gruppen aufgeteilt.

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Meine Gruppe ging zuerst in die sogenannte "Wetterküche", wo es sechs verschiedene Räume gibt. Am interessantesten fand ich das original nachgestaltete Arbeitszimmer von Prof. Dr. Reinhard Süring, der zusammen mit Dr. Arthur Berson seit dem 31. Juli 1901 einen Weltrekord hält: In einem offenen Heißluftballon stiegen beide bis in mindestens 10.500 m Höhe. Süring wollte beweisen, dass es nach oben immer kälter wird. Dies gelang. Da die Tinte im Schreiber des Höhenmessgerätes bei 10.500 m eingefroren war, ist die tatsächliche Höhe nicht bekannt, man vermutet 10.800 m. Es gab auch einen Raum, in dem viele verschiedene Rekorde rund ums Wetter dargestellt sind.

Jetzt wechselten beide Gruppen. Wir bekamen eine Führung über das Gelände des Wissenschaftsparks Albert Einstein, wo wir viele verschiedene neue und interessante Gebäude erkundeten, z.B. das ehemalige astrophysikalische Observatorium (Michelson-Haus, jetzt PIK). Danach war im beeindruckenden energieoptimierten Neubau des PIK ("Kleeblatt") ein Rätsel zu lösen, das Frau Blumenthal (PIK) mit ihrem Team extra für uns konzipiert hat: In Gruppen à fünf Personen mussten wir versteckte Begriffe entdecken und entscheiden, ob die benannten Dinge nachhaltig sind. Doch was ist eigentlich "Oberflächenversiegelung" oder eine "Monokultur"? Wir haben diskutiert und gelernt. Das Lösungswort hieß "Wassereis", und das durften wir in der anschließenden Pause schlecken.

Zu guter Letzt hat Prof. Dr. Jürgen Kropp vom PIK einen anschaulichen Vortrag zu der Frage: "Was hat der Klimawandel mit uns zu tun?", gehalten. Dabei erfuhren wir auch, dass er einer der "Scientists for future" ist, die die aktuellen Schülerdemonstrationen "Fridays for Future" unterstützen. Noch im Hörsaal haben viele von uns eine individuelle Begründung geschrieben, warum er/sie an der Demonstration am 15.03.2019 teilnehmen möchte.

Friedemann P. (Klasse 7W)
Fotos: Ali Kaya sowie Luise S. (7W)

"Der letzte Jolly Boy" ein bewegendes Zeitzeugengespräch

Zeitzeugengespräch mit Leon Schwarzbaum im Rahmen des "Shoa-Projektes" des 8. Jahrgangs

In der vergangenen Teamstunde lauschten wir Achtklässler andächtig den Ausführungen des 98-jährigen Herrn Schwarzbaum.

Ruhig und sachlich erzählte er uns von Erlebnissen, die für uns unvorstellbar waren. Er berichtete uns von den Grausamkeiten, die er im KZ in Auschwitz oder auf den Todesmärschen erlebt hat. Es ist für uns schwer nachvollziehbar, wie Menschen anderen Menschen so etwas antun konnten.

Trotz all der furchtbaren Erlebnisse ist Herr Schwarzbaum ein sehr positiv denkender und optimistischer Mensch geblieben. Wir haben ihn sehr dafür bewundert, dass er keinerlei Hass auf die Menschen empfindet, die ihm dieses Leid angetan haben. Für ihn sei es wichtig, dass sie eine gerechte Strafe bekämen. Aus diesem Grund ist er in zahlreichen Prozessen als Zeuge aufgetreten; auch in der Hoffnung, die Täter würden sich ihrer Verantwortung stellen. Traurig berichtete er uns, dass dies nie der Fall war.

Für uns war dieses Zeitzeugengespräch eine sehr ergreifende Erfahrung. Viele von uns haben gespürt, dass es Begegnungen dieser Art nicht mehr lange geben wird. Umso dankbarer waren wir, Herrn Schwarzbaum kennen gelernt zu haben und ihm unsere Fragen stellen zu dürfen.

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Sicherlich kann man in Büchern über diese Grausamkeiten lesen, aber nichts ist authentischer als diese persönliche Begegnung.

"Der letzte Jolly Boy" – Herr Schwarzbaum ist der letzte Überlebende seiner Band aus unbeschwerten Jugendzeiten. Und er wird nicht müde werden, das Geschehene durch Gespräche mit uns jungen Menschen vor dem Vergessen zu retten.

Text: Klassen 8A, 8B, 8C
Fotos: K. Ullrich (JGL 8)