Das ARTuS- Projekt in der Voltaireschule
Sich öffnen und nach neuen Wegen suchen oder
die Erfindung des 3. Raumes –
Das ARTuS- Projekt in der Voltaireschule
Unter dem Motto „Kunst unseren Schulen“ starteten wir gemeinsam mit sechs weiteren Schulen im Land Brandenburg im Schuljahr 2006/07, um eine andere Schul- und Lernkultur im Sinne eines verstärkten künstlerisch-ästhetischen Lernens zu erproben.
Unterstützt werden wir dabei durch die bildende Künstlerin und Malerin Kerstin Seltmann und den Journalisten und Schriftsteller Martin Stefke. Durch sie lernen unsere Schülerinnen und Schüler künstlertypische Denk- und Handlungsweisen kennen und erweitern ihre Lernzugänge.
Gleichzeitig sind „unsere Künstler“ Impulsgeber für eine andere Lernkultur, da sie über die traditionellen, künstlerischen Fächer Angebote an alle Lehrkräfte machen. Daraus erwächst die Chance, auch nach Ablauf des dreijährigen ARTus-Projekts etwas Bleibendes zu hinterlassen – ein verändertes Denken und Handeln aller Beteiligten.
Mehr über ARTuS: www.bildung-brandenburg.de/index.php?id=5263
Ein Bericht aus der Praxis (Schuljahr 2007/08)
Montags zwischen 14:00 und 15:30 Uhr ist etwas anders in Klasse 5: Kerstin, Martin, 28 Kinder, die Lehrkräfte Marion Grobler und Kirsten Schmollack – und manchmal auch ein Hund – erkunden Potsdam.
Da werden Interviews auf der Brandenburger Straße geführt, da wird in Sanssouci fotografiert, an der Neustädter Havelbucht gemalt, da werden im Kunstraum Architekturmodelle gebaut, im Computerkabinett Fotos bearbeitet und Zeichnungen gescannt, im Klassenraum entsteht ein 2 x 2 m großer Stadtplan samt selbstgestalteter Briefmarken, einige Kinder schreiben zu ihren Fotos Gedichte.
Was ist anders?
Es gibt keine traditionellen Schüler- und Lehrerrollen. Es gibt keine Klingel und keine Noten. Es gibt keine einheitliche Aufgabenstellung und auch keine Abschlussprüfung. Es gibt kein „richtig“ und kein „falsch“, stattdessen erkundendes Lernen, Ausprobieren, Wiederholen, Zeit haben, durch eigenes Interesse bestimmtes Arbeiten.
Fazit am Ende des Jahres: Austausch der Ergebnisse, Anerkennung und viel Applaus für das Erreichte und – vor allem – hohe Motivation und neue Ideen für die Fortsetzung des Projektes. Mehr über die Potsdam-Erkundung:









